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08.07.2023 | 1. Bundesliga Düsseldorf (DM)

Am Samstag ging es für die nächste Station der 1. Triathlon Bundesliga nach Düsseldorf, um im Rahmen der Finals ebenfalls den Deutschen Meister im Triathlon zu finden. Das Rennen wurde als normale Sprintdistanz ausgetragen und beim Blick auf die Startliste wusste ich, dass es mit dem Schwimmen schon sehr hart werden wird. Da die leichte Verzögerungstaktik beim Schwimmstart in Schliersee auch nicht so optimal geklappt hat, hatte ich mir diesmal vorgenommen nach dem Start voll draufzuhalten. Kurz nach dem Start wurde es schnell extrem eng und mir wurde die Schwimmbrille heruntergerissen. Ich richtete diese ganz schnell und wechselte somit gleich wieder meine Taktik und schwamm hinter dem Feld nach links rüber, um mich dort an die schnellen Füße der Buschhüttener zu setzen. Das klappte auch gut und ich war mit meiner Ausgangssituation erstmal recht zufrieden. Das Schwimmen fühlte sich insgesamt dann aber etwas zäh an und ich konnte die Beine nicht wirklich lange halten und merkte an der ersten Boje auch, dass ich fast letzter im Feld war.

Quelle: DTU/Petko Beier | Theo Bettin | Folker Schwesinger

Es folgte dann noch ein Teilabschnitt im Wasser der sehr flach war und somit wurde all der Schlamm durch die Schwimmer vor mir aufgewirbelt und es wurde plötzlich richtig schwarz und krümelig im Wasser. Ich schaffte es bis zum Ende des Schwimmens an der Gruppe dran zu bleiben und verließ als einer der letzten des Feldes den Medienhafen. Dann ging es eine Treppe auf eine Brücke hinauf, auf dieser sich unsere Wechselzone befand. Der Wechsel klappte problemlos und auf den ersten Kilometern musste ich recht hart fahren, um noch in der Radgruppe zu landen. Danach versuchte ich mich so gut es ging zu verstecken und merkte auch, dass die Gruppe so langsam immer größer wurde, da wir auf vor uns fahrende kleine Gruppen auffuhren. Ich blieb auf der gesamten sehr technischen Strecke sehr aufmerksam um nicht in einen potentiellen Sturz verwickelt zu werden. An einigen Stellen ging ich in der Gruppe dann auch weiter nach vorne, um so das Risiko zu minimieren. Am Ende waren wir eine Gruppe von ungefähr 40 Athleten und die Zufahrt Richtung zweitem Wechsel war recht schmal. Da wusste ich, dass man für den abschließenden Lauf schon richtig viel Zeit verlieren kann, wenn man in der Gruppe weit hinten absteigt. Ich positionierte mich auf dem letzten Drittel der Runde schon im vorderen Teil der Gruppe und schlüpfte dann recht früh schon aus meinen Schuhen und setzte mich dann rund 800 Meter vorm Wechsel an die Spitze der Gruppe und trat ordentlich drauf. Die Auswertung im Nachgang hat gezeigt, dass hier mein maximaler Durchschnitt über einer Minute bei 421 Watt lag. Ich konnte somit mit einer sehr kleinen Lücke als erster meiner Gruppe vom Rad steigen und nach einem sehr guten Wechsel auch mit einem kleinen Vorsprung auf die Laufstecke gehen.

Quelle: DTU/Petko Beier | Theo Bettin | Folker Schwesinger | Winni Penno

Mir war klar, dass ich nach dem Antritt am Ende erstmal in meinen Lauf finden musste, jedoch fühlte sich das wirklich nicht so flüssig an. Kurze Zeit später kamen so langsam andere Athleten aus der Gruppe von hinten an mir vorbei. Ich freute mich zwar auch, dass es überwiegend meine Teamkollegen waren, somit war weiterhin ein sehr gutes Teamergebnis möglich aber es gesellte sich dann auch noch ein Seitenstechen dazu. Ich musste gegen Ende der ersten Laufrunde dann weiter das Tempo rausnehmen und auch die zweite Runde lief durch das Seitenstechen nicht so gut. Es wurde mit dem geringeren Tempo zwar etwas weniger aber ich habe so weitere Plätze eingebüßt. Auf der letzten Runde versuchte ich das Tempo dann nochmal etwas zu erhöhen, um nicht noch mehr Plätze zu verlieren. Ich merkte dann, dass nach hinten eine etwas größere Lücke war und riskierte dann schon sehr früh noch mit einem langen Sprint zwei andere Athleten wieder einzuholen. Dies gelang mir auch bis ins Ziel zu verteidigen und so beendete ich als 44. das Rennen in Düsseldorf. Ich habe nach dem Rennen zu meiner Leistung gemischte Gefühle. Das Schwimmen lief nicht wirklich gut, aber ich konnte die darauffolgende Rennsituation sehr gut nutzen und habe mich nach dem Radfahren in eine sehr gute Ausgangsposition gebracht. Mit dem Lauf bin ich natürlich gar nicht zufrieden, da ich wohl unter normalen Bedingungen noch die Top 30 erreicht hätte und die Ergebnisse aus dem Training auch was anderes gezeigt haben.

Quelle: DTU/Petko Beier | Theo Bettin | Folker Schwesinger

Als Team haben wir eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung vollbracht und wieder einen starken 7. Platz erkämpft. In zwei Wochen steht schon der nächste Wettkampf in Tübingen an und ich freue mich darauf.

Bis dahin: Enjoy Triathlon.

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