12.06.2022 | Schlosstriathlon Moritzburg

Am Wochenende ging es für eine Sprintdistanz zu meinem Heimtriathlon nach Moritzburg. Das schöne hierbei ist, dass ich direkt mit dem Rad hinfahren kann. Das Wetter war optimal und die Vorfreude auf das Rennen groß nun endlich in die Triathlon-Saison zu starten. Dieses Jahr wurde erstmals mit einem Rolling Start gestartet, wobei aller 20 Sekunden eine Gruppe von 15 Athleten ins Wasser geschickt wurde. Ich stellte mich gleich ganz vorne hin, um dann auf der Strecke auch weniger Gedränge zu haben.

Das Reinlaufen gestaltete ich noch etwas defensiv, da ich in dem trüben Wasser des Schlossteiches nicht sehen konnte was da auf mich zukommt. Nach einem ganz kurzen Gerangel konnte ich mich etwas von meinen Verfolgern absetzen und mein Tempo schwimmen. Ich wäre sehr gerne noch etwas weiter geschwommen, doch der aktuelle Wasserstand gab dann nicht mehr her und man musste laufen. Für Delfinsprünge fühlte es sich irgendwie zu flach an.

Als ich dann das Wasser verlassen hatte, ging es durch den stimmungsvollen und lauten Kanal zur Wechselzone. Mit einem blitzsauberen Wechsel konnte ich den 7 Sekunden Vorsprung beim Schwimmausstieg auf 15 Sekunden erhöhen.

Von da an hieß es Kopf tief halten und über die Strecke fliegen. Die Beine fühlten sich hier auch etwas besser an als beim letzten Mal in Halle. Eine kleine Zwischenattacke gab es dann nach einem leichten Bergabstück, als es mit 60 km/h auf einen Blitzer zuging und ich das Führungsfahrzeug etwas ärgern wollte. Die ~400 Watt über 20 Sekunden haben dann zwar leider nicht das erhoffte Ergebnis gebracht, da er einfach auf der anderen Straßenseite an der Schleife vorbeigefahren war, aber ein Versuch war es wert. Ein bisschen Spaß muss ja auch sein. Danach brauchte ich etwas, um wieder in meinen Rhythmus zu kommen. Die restliche Radstrecke verging auch wie im Flug und ich hatte am Ende ungefähr einen Schnitt von 44 km/h.

Nach einem wiederrum blitzsauberen Wechsel ging es mit einem Vorsprung von 1:56 auf die Laufstrecke. Die Stimmung ist hier immer sensationell und beflügelt richtig stark. Ich versuchte beim Laufen auch ein hohes Tempo anzuschlagen, jedoch merkte ich, dass ich an dem Tag nicht die besten Laufbeine hatte.

Die Strecke hat es durch den Wald auch etwas in sich, weshalb das Tempo sowieso darunter leidet. Am Ende konnte ich dann in unter 57 Minuten mit einem Vorsprung von fast 4 Minuten als Erster durchs Ziel laufen und somit perfekt in die Saison starten.

Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit meiner Leistung beim Wettkampf. Es hat in allen 5 Teildisziplinen (inkl. Wechselzeit) zur schnellsten Zeit gereicht und die rundum gelungene Veranstaltung und tolle Stimmung hat dem noch die Krone aufgesetzt. Vielen Dank für all die Stimmen, die an der Strecke lauthals meinen Namen geschrien haben.

In zwei Wochen geht es dann bei den Finals in Berlin mit der Bundeliga weiter. Die Vorfreude hierauf ist schon groß.

Bis dahin: Enjoy Triathlon.

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