17.07.2022 | 1. Bundesliga Schliersee

Am letzten Wochenende ging es für die nächste Station der 1. Traithlon Bundesliga ganz in den Süden Deutschlands an den Schliersee. Auch wenn es sich bei dem Format um ein „normales“ Sprintrennen handelte, so gab es doch eine Besonderheit, da T1 und T2 einen Höhenunterschied von über 300m hatten. Ich bin 2010 schon einmal bei diesem Rennen im Rahmen einer Deutschen Meisterschaft gestartet, jedoch war es damals eine olympische Distanz.

Quelle: DTU/Petko Beier

Es ging also am Sonntag kurz vor Mittag bei schönstem Wetter in den erfrischenden Schliersee. Unsere Startposition war genau in der Mitte des Feldes und nach einem ersten Schlagabtausch nach dem Reinlaufen versuchte ich mir schnell irgendwelche Füße zu schnappen und dann einfach All-In. An der ersten Boje wurde es nochmal ein wenig kämpferisch doch dann hatte ich auch einen guten Rhythmus und konnte mit denen um mich herum mitschwimmen.

Quelle: DTU/Petko Beier

Auf dem Rückweg hatte ich dann plötzlich das Gefühl, dass das Tempo viel schneller wurde, zumindest musste ich nochmal deutlich zulegen, um die Füße vor mir halten zu können. Ich habe dann als 53. am Ende der großen Gruppe das Wasser verlassen und gleich auf dem langen Laufweg zu T1 versucht weitere Plätze gutzumachen. Der Wechsel am Rad klappte dann auch gut und ich hatte das Gefühl, dass ich in der Gruppe aufs Rad steige. Das ist mir jedoch etwas misslungen, mit nur halb auf den einen Schuh treten und den anderen noch paar Mal durchschwingen lassen. Das hat mir dann leider die entscheidenden Sekunden gekostet die Gruppe noch zu bekommen. Da hilft es am Ende auch nicht, wenn man vor Richard Murray aus dem Wasser kommt, aber dann dort die entscheidende Zeit verliert. Ich bin dann die ersten Kilometer an meinem absoluten Limit gefahren und dachte wirklich, dass ich mich gleich in den Graben setzen muss, da ich einfach voll im All-Out war. Da die Gruppe vor uns jedoch auch ordentlich Druck machte, kamen wir leider irgendwann nicht mehr näher und das Tempo wurde wieder normal. Es schlossen dann noch 2 schnelle Radfahrer von hinten auf, aber auch das verkürzte den Abstand zur Gruppe vor uns nicht mehr. Ich versuchte dann die 3,8km Anstieg zum Spitzingsattel kontrolliert und gleichmäßig zu fahren. Ich konnte auf dem Weg nach oben so auch noch ein paar Athleten einsammeln und bin am Ende mit einem Durchschnitt von 305 Watt ganz zufrieden.

Der anschließende Lauf fühlte sich im ersten Teil ganz in Ordnung an und ich hatte das Gefühl, dass ich immer besser in einen Rhythmus kam und weitere Athleten einholen konnte. Auf der zweiten Runde habe ich dann jedoch plötzlich immer stärkeres Seitenstechen bekommen und musste das Tempo etwas drosseln. Ich habe keine Ahnung wo das hergekommen ist. Seltsamerweise hatte ich beim Einlaufen so eine Art Seitenstechen gehabt, warum auch immer und scheinbar kam das dann bei der Belastung wieder. Ich kämpfte bis zum Schluss um jeden einzelnen Platz und lief am Ende als 47. ins Ziel.

Mit meiner Leistung bin ich überwiegend zufrieden, da sich das Schwimmen um Welten besser angefühlt hat als in Berlin. Es war im Verhältnis auch schneller, da ich im Vergleich zum Rennen in Berlin nur ~49s nach ganz vorne verloren habe anstatt 1:05. Auf dem Rad fehlte mir denke ich nach dem schnellen Rauslaufen erstmal der Druck und die Luft hier voll attackieren zu können, aber mit dem Rest bin ich soweit zufrieden.

Ich werde in den nächsten Wochen auf jeden Fall nochmal intensiv die Wechsel üben und bin schon heiß auf das nächste Liga-Rennen. So langsam kommt die Form wieder.

Bis dahin: Enjoy Triathlon.

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